Was ist Waldhonig?

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Bienen sammeln gelegentlich auch Honigtau statt Blütennektar.

Der Ausgangsstoff für Honigtau ist eigentlich der Phloemsaft (Siebröhrensaft) der Bäume, dh. Der Saft der den Baum, seine Äste und seine Blätter mit Energie versorgt.

Wie kommt nun die Biene an diesem Saft? Jede/r der den Film „Antz“ gesehen hat kann sich an Szene mit den “Honigbierläusen” erinnern, nun so oder so ähnlich läuft das auch mit den Bienen.

Vorwiegend Blatt-, Rindenläuse oder Zikaden stechen die Phloemströhme des Baumes an und saugen so den Baumsaft, durch den hohen Druck in diesen „Baumleitungen“ nehmen die Tiere sehr viel Flüssigkeit auf die sie wieder als klebrigen, süßen Honigtau abgeben. Je nach Stoffwechsel des Wirtsbaumes und der Fermentierung der zb. Rindenlausarten setzt sich der Honigtau zusammen und variiert somit in seiner Zusammensetzung und somit auch im Geschmack.

Vorwiegend kommen diese Insektenarten auf Nadelbäumen wie Tannen oder Fichten vor, in unseren Breiten sind sie dann eher auf Linden anzutreffen.

Im frischen Zustand ist Honigtau klar, jede/r von uns hat schon mal sein Auto unter einem Baum geparkt und danach diese klebrigen Tröpfen auf der Windschutzscheibe gehabt.

Das ist Honigtau.

Honigtau enthält vor allem Frucht-, Trauben und normalen Zucker aber auch Melezitose (Dreifachzucker), dies bedingt das der Honig oft schon in den Honigwaben kristallisiert und dann nur noch sehr schwer oder unter hohem Aufwand vom Imker zu ernten ist. Hier spricht man von Melezitosehonig.

Waldhonig kann in seiner Farbe und im Geschmack stark variieren, hauptsächlich stammt der bei uns verkaufte Waldhonig von Tannen oder Fichten aus dem Westen Österreichs oder zumindest aus höheren Lagen.

Durch Bestimmung des elektrischen Widerstands bzw. der Leitfähigkeit werden die Unterscheidungen bzw. die Auswertungen für die einzelnen Produktbezeichnungen wie

•        Blütenhonig

•        Blüten- mit Waldhonig

•        Wald- mit Blütenhonig

•        Waldhonig

vergeben.

In unseren Breiten ist reiner Waldhonig eher untypisch, da die Bienen eben auf die vorhandenen Baumarten bzw. auf die forstwirtschaftlichen Monokulturen angewiesen wären. Diese sind wiederum in unseren tiefergelegenen Laub- & Mischwäldern kaum vorhanden. Auch haben wir zeitgleich mit dem Auftreten des Honigtaus ein sehr reiches Blütenangebot, was meist zu einer der Mischformen in der Produktbezeichnung führt.

Ist Honigtau nun Läuselulu?

Nein, da der Phloemsaft nicht den Verdauungstrakt der Laus vollständig passiert, viel mehr wird der Saft aufgrund des hohen Drucks in die Laus hineingepresst, diese bläht sich dadurch auf und beginnt den Saft heraus zu „schwitzen“. Dieses Sekret ist für die Bienen unwiderstehlich, erst durch die Zugabe ihrer körpereigenen Substanzen, die Weitergabe und Verarbeitung im Bienenvolk machen den Honigtau zäh, dunkel und karamellartig.

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