Das Kristallisieren des Honigs ist eine Verkettung von langen Traubenzuckerkristallen und ist ein ganz normaler physikalischer Prozess. Die Kristallketten beginnen sich als erstes rund um kleinste Schwebeteilchen wie zB. Pollenkörner zu formieren. Daher ist die Kristallation des Honigs auch ein Qualitätsmerkmal. "Supermarkt-Honige" bleiben oft monatelang flüssig, da sie unter hohem Druck so fein filtriert werden, um sie von Pollen und andere Schwebeteilchen zu "reinigen".
Generell gilt: je länge die Zuckerketten im Honig (zb: bei Raps oder Sonnenblume) je schneller beginnt er zu kristallisieren. Akazie (Robinie) hat sehr kurze Zuckerketten und bleibt daher sehr lange flüssig.
Die Kristallation kann durch Wärme wieder aufgebrochen werden und es verbinden sich die Krsiatlle wieder mit dem Wasseranteil der Honigs.
Am schonendsten für den Honig ist es, das Glas in ein Wasserbad bei max. 40°C zu stellen, die Heizung oder das Backrohr geht natürlich auch. Unbedingt den Deckel des Glases geschlossen lassen, da Honig sehr gern Wasser aufnimmt und sich somit sein Wasseranteil durch den Wasserdampf verändern kann.
Von Vorteil ist es, das Honigglas mehrmals zu wenden oder zu schütteln, damit sich die Temperatur gleichmäßig verteilen kann.
Fertig aufgetaut ist der Honig, wenn er wieder klar und durchsichtig ist. Natürlich ist er durch die Erwärmung etwas dünnflüssiger, dies normalisiert sich aber durch das Abkühlen wieder.
Es kann natürlich sein, dass der Honig nach einigen Wochen wieder beginnt auszukristallisieren. Dann kann der Vorgang einfach wiederholt werden.
Durch den hohen Zuckergehalt des Honigs ist er nahezu unverdeblich und daher sehr lange genießbar.
Bei einer antiken Schiffsbergung in Ägypten wurde eine ca. 5000 Jahre alte Amphore mit noch genießbarem Honig gefunden! Somit kann auch Honig auch ein Zeitzeuge sein.